Die Originalgeschichte...
Behindert
geboren, wohin mit Sorey und Shatu…
Beide Hunde
wurden Mitte Mai im Welpenalter hilflos in Hermigua aus-gesetzt.
Kinder kümmerten sich um sie, bevor die Kollegen von Pro Animal
gerufen wurden.
Sorey und Shatu
wurden als Albinos geboren und leiden unter dem Nystagmus Syndrom, was
oft mit Albinismus einhergeht. Das Augenzittern, es sind
unkontrollierbare und rhythmische Augenbewegungen, verhindert die
Wahrnehmung der Bilder, sodass sie sich optisch kaum orientieren
können. Die beiden werden lebenslang behindert sein. Sie sind jetzt
ca. 4 Monate alt und werden ausgewachsen die Größe eines Jack Russel
Terriers haben. Das Gewicht wird unter 8 kg bleiben.
Zur Zeit leben
sie zusammen mit anderen Welpen, was ihnen keine Angst verursacht und
sie kommen gut zurecht. Alles andere bereitet ihnen noch ungeheure
Angst, da sie es nicht erkennen und einordnen können. Es wird Monate
dauern bis sie Vertrauen zu Menschen aufbauen und diese auch „erkennen“.
Sie werden in der Wohnung gehalten werden müssen, „Gassi gehen“ wird
nur an der Leine möglich sein, vielleicht ein „ausbruchsicherer
Garten“, denn auch etwas Tollen gehört zum Hundeleben. Sie benötigen
einen strukturierten Tag und viel, viel Sicherheit. Wir nehmen an,
dass ihr Geruchssinn noch ausgeprägter sein wird, um zu kompensieren.
Solche
behinderten Tiere erfordern mehr als Mitleid, sie erfordern Erbarmen.
Diese Tiere brauchen enorm viel Zuwendung, Liebe und unendliche Geduld.
Wo ist das zu finden?
Festzustellen,
wie stark dieser „Nystagmus“ ausgeprägt ist und wie sehr sie in der
Tat beeinträchtigt sind, ist sehr kostenaufwendig. Das kann der
Tierschutz kaum bewerkstelligen.
Es ist eine Gewissensfrage, die bleibt: Gibt es eine Zukunft für die
beiden, wo sie dennoch ein für sie „glückliches Leben“ finden können?
Und wo sollen wir diese Chance suchen?